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Siefersheim liegt in der Rheinhessischen Schweiz, einem anerkannten Naherholungsgebiet. Die namentliche Anlehnung an das Alpenland drückt die Schönheit unserer abwechselungsreichen Gegend aus; Wald, Wiesen, Äcker, Bäche und viele "Wein"-berge laden ein zu ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen mit herrlichen Ausblicken und Eindrücken.
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Wer auf Entdeckerspur ist findet in den Naturschutzgebieten aufgrund der besonderen Bodenstruktur und Dank des trocken-warmen Klimas neben steppenartiger Vegetation auch Seltenheiten wie den "Rheinhessischen Enzian", sprich die Küchenschelle, oder eine im August leuchtend aufblühende Heidelandschaft. |
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Am Wegesrand und zwischen den Weinbergszeilen wachsen eine Reihe jetzt wieder neu entdeckter Wildkräuter, die bei geführten Wanderungen entlang des "Kräuterwanderweges" näher erläutert werden. Geologische Besonderheiten, z.B. Fossilienfunde und Haifischzähne, verbirgt der tertiäre Meeressand in den Steinbrüchen und Sandgruben. Zu einer sensationellen Entdeckung gehören die freigelegten Kliff-Felsen, die Geschichten einer über 35 Mio. Jahre zurückliegenden Meeresbrandung "erzählen". |
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Die Weinbergslagen rund um Siefersheim erbringen nicht nur sehr schmackhafte Weine, sie bieten auch herrliche Weitblicke in unsere nächste Umgebung |
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Der Höllberg mit der "Hexenkanzel" öffnet den Blick in das herrliche Appelbachtal. Eingebettet darin findet man einen romantischen Fischweiher und die Wegführung nach Neu-Bamberg zu einer gepflegten Burgruine. |
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In der Heerkretz steht das Wahrzeichen von Siefersheim, der "Ajaxturm". Der sagenumwobene, in Größe und Gestalt für unsere Gegend ungewöhnliche Weinbergsturm, findet sich in unserem Ortswappen wieder. |
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Das Goldene Horn lenkt, nach einem Fernblick bis in den Taunus, die Aufmerksamkeit auf unsere Weinbaugemeinde Siefersheim. |
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Kräuterwanderweg
Siefersheim verfügt über einen offiziell ausgewiesenen Kräuterwanderweg. Eine Wegeführungstafel dazu befindet sich auf dem Parkplatz gegenüber dem Friedhof. |
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Geschichte
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Die erste urkundliche Erwähnung ist in den Lehensurkunden der Grafen von Veldenz verzeichnet. Mit Datum vom 5. Dezember 1254 heißt es hier: Gerlach Graf von Veldenzie freit die Güter des Heinrich gen. von Suffersheim und seiner Frau Benigna in der Markung der gräflichen Dorfes Wentzenheim von allen Diensten. - In vigilia beati Nicolai."
Unsere Heimat war jedoch schon sehr viel früher besiedelt. Dies zeigen viele Funde, die bis in die Jungsteinzeit (ca. 5000 - 2000 v.Chr.) zurück reichen; so auf dem Galgenberg an der Gemarkungsgrenze zu Neu-Bamberg, in der Rabenschuld und auf dem Martinsberg. Zahlreiche Fundstücke in den Lagen "In der Höll", "Hippel" und "Am Kirschwäldchen" stammen aus der Bronzezeit (ca. 2000 - 1000 v.Chr.) und aus der Eisenzeit (ca. 1000 - 500 v.Chr.) In verschiedensten Lagen unserer Gemarkung wurden zudem Gegenstände aus der Römerzeit gefunden. Insbesondere in der "Sandgasse" und "Im kleinen Flur", dem heutigen Römerring, ist eine Vielzahl von Fundstellen aus der Römerzeit bekannt. |
![]() Altes Backhaus |
![]() Evangelische Kirche |
Aus der fränkischen Zeit leitet sich der Name unseres Dorfes ab. Der Sippelälteste Namens "Siefert" gründete mit seinen Gefolge unser Heimatdorf an der Stelle, wo es heute noch liegt. Die gesamte Baustruktur der bäuerlichen Anwesen lässt im Ursprung die fränkischen Hofanlagen noch deutlich erkennen.
1331 wechselte Siefersheim als Lehen von den Pfalzgrafen an die Grafen von Sponheim. Von 1437 bis 1714 blieb Siefersheim im Besitz der Pfalzgrafen, die es gemeinsam mit den Markgrafen von Baden verwalteten. Von 1714 bis 1798 war der Kurfürst von Mainz der Herr. Unter Napoleon kam Siefersheim von 1798 bis 1814 in französische Obhut und wurde dann nach einer kurzen bayerisch-österreichischen Verwaltung im Wiener Kongress dem Großherzogtum Hessen-Nassau zugesprochen. Von 1918 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges unterstand unser Heimatort dem Freistaat Hessen. Nach kurzer amerikanischer und französischer Militärverwaltung gehören wir seit 1947 zu Rheinland-Pfalz. |
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Das älteste Bauwerk in unserer Gemeinde ist der Kirchturm der evangelischen Kirche. Ursprünglich als Wehrturm wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert errichtet. Das Kirchenschiff trägt über dem Eingang die Jahreszahl 1569. Die im neugotischen Stil erbaute katholische Kirche ist dagegen ein "Neubau" und wurde im Jahre 1904 geweiht. Beide Gotteshäuser gehören zu den schönsten Kirchen in der näheren Umgebung. Das alte Schulhaus in der Dorfmitte, das 1880 erbaut wurde, wird seit der Renovierung im Jahre 1981 als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Hier befindet sich heute auch die Gemeindeverwaltung.
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![]() Wegekreuz in der Dorfmitte |
![]() Katholische Kirche |
Der Bau der katholischen Kirche war notwendig geworden, da die heutige evangelische Kirche als Simultankirche genutzt wurde.
Durch dieses Simultanverhältnis kam es immer wieder zu Reibereien und unschönen Begleiterscheinungen, insbesondere was das Glockenläuten, den Kirchen-schmuck und die Gottesdienstzeiten anbelangt. Aus der Simultankirche nahmen die Katholiken ein Weihwasserbecken mit. Ebenfalls aus der alten Kirche stammen zwei Statuen; Mutter Anna mit Maria und Maria mit dem Jesuskind. |